April 2007 Archive

Was ein paar schöne Tage ausmachen können! Die Kirschen stehen in voller Blüte, genauso die Pflaumen und die Birnen. Wunderschön.

Hanami - KIrschblüten gucken
Die Blüte der japanischen Nashi-Birne

Leider hat das schöne Wetter auch zur Folge, daß das Gras und das Unkraut sprießt wie verrückt. Und das bedeutet zum einen, daß vermutlich zweimal pro Woche die Wiese gemäht werden muß und zum anderen, daß es höchste Zeit ist, die Erdbeerbeete vom letzten Jahr vom Unkraut zu befreien.

Den Anfang machen wir mit dem Beet, welches der Boden- und Gewässerverband platt machte. Zum Glück sind Erdbeerpflanzen robuster als wir dachten. An etlichen Stellen sprießen Jungpflanzen und sogar ein paar Altpflanzen haben es überlebt.

Allerdings durch die zerstörte Mulchschicht war heftiges Jäten angesagt. Am Vormittag machten wir uns frisch ans Werk nachdem wir die Motorsense von der Reparatur geholt hatten. Sie hat jetzt eine neue Fadenkassette.

Elisa legte ziemlich flott vor. Und sie hat tatsächlich bis zum Ende durchgehalten! Und das, obwohl ich mich irgendwann von der Motorsense ablenken ließ und sie unbedingt ausprobieren mußte. Dummerweise schien kein Benzingemisch eingefüllt worden zu sein und so mußte dringend das Benzin gewechselt werden, da sonst der Motor kaputt geht. Leider wollte sie nicht richtig anspringen. Während ich mich an dem blöden Ding zu schaffen machte, jätete Elisa fleißig weiter.

Die letzte Stunde half ich ihr dann wieder und ließ die Sense ne blöde Sense sein.

Nach insgesamt drei Stunden war das Beet dann gesäubert. Elisa verschwand schnell im Haus. Hoffentlich glaubt sie nicht, daß sie damit den Rest des Jahres Ruhe vor der blöden Gartenarbeit hat...

Endlich kam der erwartete Schneckenschutzzaun an. Es handelt sich um das zweimal gefaltete Modell von Irka. Das bedeutet, die Schnecken müssen wenigstens einmal Kopfunter klettern, was die wohl nicht können und dadurch immer wieder herunterplumpsen.

Das neue Beet ist jedenfalls umstellt und sieht wie ein Hochsicherheitsgebiet aus, da um das Beet herum ein Streifen ohne Bewuchs gehalten wird, damit die bösen Terrorschnecken nicht an Gräsern hochklettern und sich auf der anderen Seite ins Beet fallen lassen. Fehlen bloss noch kleine Selbstschußanlagen und ich hab eine Miniaturausgabe der Berliner Mauer.

Egal, wenn es hilft, nichtmit den ekligen Schleimbeuteln teilen zu müssen...

Ein paar Bleche sind noch übrig gewesen, damit habe ich dann das nächste Beet angefangen, die offenen Stellen wurden dann nur mit normalen Ziegelsteinen ergänzt, die leider ein leicht zu überwindendes Hinderniss darstellen.

Jetzt gilt es nur noch: soviele Schnecken absammeln wie nur möglich. Die Brut muss doch klein zu kriegen sein!

Eine lange Woche mit Buddelei bis zum umfallen ist überstanden. Letzte Steine absammeln, dann ging es ans Einpflanzen der Erdbeerpflänzchen.
Nach zwei Stunden war das Beet fertig.
Sieht schmuck aus!

Die frischgelieferten Pflänzchen
Unsere neue Erdbeerplantage

Ende letzten Jahres ist ja der Wasserschutzverband (ich hab den korrekten Namen vergessen), bei der Pflege unseres Gewässers 2. Ordnung (Überlaufgraben sagt man ja nicht mehr) ein wenig rabiat in meine Erdbeeranpflanzung gefahren. Mit dem Ergebnis, dass diese fast vollständig untergeflügt wurde.

Zum Glück verpflichteten die sich schriftlich, mir zum Ausgleich 70 Erdbeerpflanzen zu bezahlen.

Letzte Woche habe ich diese Pflanzen bestellt und heute wurden sie geliefert.

In weiser Vorraussicht wollten wir schon früh ein Beet fertig machen. Da wir die Problematik mit der verbuddelten Scheune kannten, wollten wir diesmal etwas schlauer herangehen und wählten ein großzügiges Gebiet aus. Mit Motorhacke ging es flugs zur Sache.

Die Grasnarbe war auch schnell abgetragen. Aber viel tiefer ging es nicht. Denn die verdammte alte Hexe hat wirklich die Scheune auf dem ganzen Grundstück gleichmäßig verteilt und eine dünne Erdschicht drüber verteilt.

Seit drei Tagen buddel ich nun bereits, habe bei lumpigen 9 Quadratmetern bisher 10 Schubkarren voll Ziegelresten abgekarrt. Ich hoffe, die Hexe wagt sich nie wieder hierher, da ich sonst beweisen werde, daß die Methoden der Inquisition harmlos sind im Vergleich zu dem, was ich der Hexe antun werde.

Man könnte jetzt einwenden, wieso jammert der eigentlich immer, statt die Hexe einfach zu verklagen? Ganz einfach: Vor Gericht und auf hoher See befindet man sich in Gotteshand. Und da ich ich ein gotteslästernder Heide bin, ist mir das Risiko einfach zu groß. Denn es muss bewiesen werden, daß die Hexe den Schutt verbuddeln liess. Außerdem, was, wenn die Pleite ist? Dann ist außer Speesen nix gewesen. Neeee, ich jammer lieber und zieh über die verdammte Hexe her, das beruhigt mehr, als ein vager Prozess es je vermöchte.

Morgen kommen die Erdbeeren jedenfalls ins Beet und da ich neben den Steinen auch möglichst die ganzen Quecken absammel, müßte es ziemlich ordentlich werden.

Die Qualität der Pfläzchen scheint (für mich als Laien) ganz ordentlich zu sein. Es sieht also gut aus, daß schon dieses Jahr ein paar Früchtchen geerntet werden können.

BTW: Einen Schneckenzaun haben wir übrigens auch schon bestellt. Hoffentlich ist er wirksam. Denn letztes jahr würde ich schätzen, ist ungefähr die Hälfte der Ernte von den Schnecken eingefahren worden. Diesmal soll es neben dem Zaun auch das regelmäßigere Rasenmähen richten. Und natürlich werden soviele Schnecken weggesammelt wie nur möglich.

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