Endlich ist es geschafft.
Das erste Zimmer ist fertig. Und es hat sich sehr verändert.
Statt häßlichem roten Teppich, helles freundliches Laminat in Ahorndekor. Die Wände vorher nackt und weiss, nunmehr mit Vliestapete in Pastelgelb. Und das wichtigste: Neue, modern verlegte Elektroverkabelung.
Die Alte hatte ja bekanntermaßen bei der Elektroverkabelung an der falschen Stelle gespart und aus Sicherheitsgründen die Elektrifizierung wieder rückgängig gemacht.
Außerdem meinte sie, daß die weißen Rigipswände wohl ausreichend seien und hat sich eine Tapete gespart. Ok, so überladen wie sie die kleine Gaube einrichtete hat das vermutlich wirklich nicht weiter gestört.
Heute jedenfalls haben wir nach dem Elektro und Laminat bereits verlegt waren, den letzten Schritt getan und den Wänden eine neue Haut spendiert. Zeitgemäß in Vlies.
Vliestapete sieht nicht nur schön aus und gibt einem Raum etwas warmes, es soll auch wesentlich leichter und sauberer an die Wand gebracht werden können, als herkömmliche Prägetapete oder Rauhfaser. Denn man bestreicht nicht mehr die Tapete mit Kleister und muß dann einweichen lassen, sondern der Kleister wird direkt auf die Wand aufgetragen.
Leider zieht der sehr schnell ein, wir hätten vielleicht doch erst grundieren sollen. Das Anbringen selbst liest sich in der Anleitung natürlich leichter als es die Wirklichkeit ist: Einfach anlegen, abrollen, abschneiden, fertig. Ohne Tapetenbürste, klatsch und ran.
Pustekuchen: Vorher zuschneiden ist definitiv die bessere Wahl, denn man darf nicht vergessen, die Wand ist dick mit Kleister bestrichen und wenn entsprechend soll man nur das mit der Wand in Berührung bringen, was auch an der Wand haften bleiben soll. und dann beginnt das übliche Geschiebe, andrücken, ablösen, neu ansetzen, verschieben. Und Fluchen nicht zu vergessen. Zwischenzeitlich ist der Kleister am Rand unter Garantie getrocknet, also nachkleistern. Total ätzend! Und eine Bürste zum blasenfreien glasttstreifen und einen Nahtquetscher braucht man auf jedenfall trotzdem
Der einzige Vorteil: Man richtet nur eine Schweinerei an der Wand und zum Teil auf dem Fußboden an. Der Tapeziertisch bleibt kleisterfrei und damit sauber, was das Zuschneiden ungemein erhöht.
Ob damit Vliestapete wirklich schneller an die Wand kommt, wage ich für ungeübte Tapezierer zu bezweifeln.
Während des Tapezierens bekommt man eh Zwiefel, ob das jemals wirklich gut aussehen wird: Sviele Blasen, Kleisterspuren etc.
Aber zumindest das war berühigend: Am Ende sah es wirklich gut aus!
Und am Abend hatte ich total die Schnauze voll. Sehr schön, daß Elisa während ich mit dem Kleister und der Tapetenbahn kämpfte, bereits die Bahnen vorbereitete (zuschnitt). Das hat doch erheblich Arbeit gespart.
Mal sehen, wann wir den Rest der Freifläche tapezieren...
|
| Das Zimmer so wie es die Alte einrichtete |
|
| Das gleiche Zimmer, von uns neu tapeziert und elektrifiziert |