Es gibt einen neuen Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt: DIe gemeine Nacktschnecke.
Und gemein ist dieses Mistvieh!
Unser Salatbeet ist bereits ruiniert. Aber viel schlimmer, die Schnecken machen sich auch über meine Erdbeeren her.
M E I N E E R D B E E R E N !
Ich muss die schon abnehmen einen Tag bevor sie richtig reif sind, denn tu ich es nicht, hängen am nächsten Morgen keine mehr.
Für die üblichen Abwehrmaßnahmen ist es nunmehr zu spät. Aber nächstes Jahr werden um die wenigen Beete Anti-Schnecken-Wälle gebaut.
Von sogenannten Schneckenfallen halte ich jedoch erst einmal nicht allzuviel. DIe locken vielleicht noch weitere Schnecken an.
Momentan gibt es nur eines: Jede Schnecke wird gekillt, gnadenlos.
Am letzten Wochenende habe ich erst einmal eine kleine wissenschaftliche Testreihe gemacht, denn eines ist sicher: Zertreten ist keine gute Idee. Zum einen flutschen die einem leicht unterm Schuh durch und zum anderen ist es eklig, den Schneckenmatsch vorm Haus zu haben. Außerdem locken die zermatschten Schnecken neue Schnecken an. Sind Schnekcen Kanibalen? Augenscheinlich schon.
Beginnen wir mit der Versuchsanordnung: große Schüssel mit Wasser und in die Schüssel eine kleinere Schüssel, ebenfalls mit Wasser. Schnecken fangen und da ich kein Beamter bin, geht das recht leicht und schnell (kennt jemand den Witz vom Beamten und dem Arbeiter die im Sommer auf dem Feld Schnecken sammeln sollen? Nicht? Nun, am Morgen gehen beide mit einem Korb aufs Feld. Am Abend ist der Korb des Arbeiters voll und der des Beamten leer. Zur Rede gestellt, sagt der Beamte: Naja, ich bücke mich und wusch... ist die Schnecke weg.).
Die Schnecken ins Wasser geschmissen und ordentlich untergetaucht. Die Viecher saufen nicht ab, die kommen hoch und versuchen rauszukriechen. Ok. Ersäufen in reinem Wasser klappt nicht. Also in das Wasser Ammoniumthiosulfat gegeben (nein, ich sag nicht, wo ich das herhab!). Zuerst sah es so aus, als ob es wirken würde. Aber ne Viertel Stunde später, war die Hälfte rausgekrochen. Mist. Alle wieder reingeschmissen und ordentlich Fit (Seifenlösung) reingegeben. Das muss sogar den Schnecken zu glipschig gewesen sein. Es war ruhe. Die Entsorgung gestaltete sich nun recht schwierig, vor allem eklig, denn die Schnecken begannen sich aufzulösen. Das Wasser war gut geliert. Bärks. Ab ins Klo und runter mit den Viechern.
Das gab eine neue Idee: man könnte sie gleich in die Klärgrube schmeissen, da ist so ziemlich die giftigste Brühe drin, die man sich denken kann.
Alternativ zermatscht man die einfach weiter, ich benutze dazu einen Unkrautentferner, ist ganz praktisch: den setzt man an der Hälfte des Körpers an und drückt einfach zu. Das halbiert die Schnecke und verbuddelt sie gleichzeitig.
Das Gelumpe hat aber auch nichts besseres verdient!
Nun versuchen wir jeden Abend eine gewisse Anzahl von Schnecken zu sammeln und zu vernichten.
Einzige Ausnahme: Weinbergschnecken verschonen wir. Die stehen unter Artenschutz und werden abgesammelt und auf unser Brachland gepackt. Dort können sie bleiben und müssen keine Angst vorm Kochtopf haben, denn Schnecken essen wir nicht.
