Jetzt reicht es! Wirklich. Der Maulwurf ist eine Plage. Und gehört ausgerottet.
So zumindest wenn ein weiteres Beet mit liebevoller Bepflanzung der Vernichtung anheim fiel, da es vom freien Gartenarchitekten Maulwurf umgestaltet wurde.
Die Rasenfläche, die viele rasenfreie Stellen aufweist ist da noch das kleinere Übel.
Natürlich darf ein Maulwurf nicht getötet und/oder gejagd werden. Wenn man die ersten hochgekochten Emotionen beruhigt hat, wird man auch sachlicher herangehen. Denn Maulwürfe sind auch sehr sehr nützliche Tiere. Sie vertilgen viele Schädlinge, die weit mehr Schaden anrichten, als es der liebe putzige Kerl je tun könnte.
Eine Vernichtung ist also ausgeschlossen. Eine echte Vertreibung eigentlich auch. Wir haben soviele Engerlinge und anderes Gesocks im Boden gefunden, ohne Mauli-Hilfe müßte man recht drastische bekämpungsmassnahmen starten.
Wir probieren momentan, ob man den Maulwurf nicht überreden könnte, bestimmte Bereiche einfach zu meiden, ihm einfachsorgen: Sorry Mauli, das hier ist mein Revier. Und wie macht man das? Natürlich wird das kein Gespräch am runden Tisch sein, mit diplomatischen vertretern auf beiden seiten. Wir machen das wie im Tierrreich üblich: Wir markieren...
Wir buddeln die kleinen Hügeln an all den Stellen auf, an denen wir sagen wollen: Halt, nicht weiter. Und pinkeln einfach in den Gang. Ist nicht ästhetisch, aber vielleicht hilft es ja. Laut etlichen Internetseiten wirkt nur Männer-Markierstoff. Ich bin ja mal gespannt, ob es was bringt. Für uns ist es jedenfalls immer ein Gaudi, wenn wir einen Gang aufgraben... leider haben wir so viele Gänge, so oft muß Mann gar nicht :-)
Tja, was tut Mann nicht alles, wenn Mann den Maulwurf nicht vergasen, abknallen oder anderweitig meucheln darf.
BTW: Den Rat, die Gänge unter Wasser zu setzen, muß aus mehreren Gründen abgelehnt werden: 1. Wahnsinniger Wasserverbrauch (wer sowas macht, hat einen ökologischen Knall!), 2. Wenn ich ein Maulwurf wäre, würde ich meinen eigentlichen Bau natürlich gegen Hochwasser und ähnliches absichern...
Die technischen Erfindungen (Maulwurfschreck) sind fast immer auch nur Mittel zum Zweck aus geplagten Maulwurfkämpern maximalen Profit herauszuschlagen.
Immer noch am hilfreichsten ist es, den Garten intensiv zu nutzen, Fussballspielen, herumtoben, etc. Das ist gut für die persönliche Gesundheit (viel Bewegung) und baut Stress ab.
Ob Fussballspielen auf dem Gartenbeet aber so förderlich für die Anpflanzung ist, wage ich aber auch zu bezweifeln.
Fazit: Wir führen zwar Krieg, aber den auch nur aus Just for Fun. Wenn unsere relativ harmlosen Versuche nichts bringen, werden wir uns mit unserem Mauli wohl arrangieren. Und da wir eh keine großen Gartenanbauer und erst recht keine Rasenfetischisten sind, wird unser Mauli wohl überleben. Vielleicht ist er ja clever und zieht auf die benachbarte Wiese, wo ich mehr als ein paar Mal im Jahr Rasenmähen eh nichts weiter mache.