Mai 2006 Archive

Jetzt reicht es! Wirklich. Der Maulwurf ist eine Plage. Und gehört ausgerottet.
So zumindest wenn ein weiteres Beet mit liebevoller Bepflanzung der Vernichtung anheim fiel, da es vom freien Gartenarchitekten Maulwurf umgestaltet wurde.
Die Rasenfläche, die viele rasenfreie Stellen aufweist ist da noch das kleinere Übel.

Natürlich darf ein Maulwurf nicht getötet und/oder gejagd werden. Wenn man die ersten hochgekochten Emotionen beruhigt hat, wird man auch sachlicher herangehen. Denn Maulwürfe sind auch sehr sehr nützliche Tiere. Sie vertilgen viele Schädlinge, die weit mehr Schaden anrichten, als es der liebe putzige Kerl je tun könnte.

Eine Vernichtung ist also ausgeschlossen. Eine echte Vertreibung eigentlich auch. Wir haben soviele Engerlinge und anderes Gesocks im Boden gefunden, ohne Mauli-Hilfe müßte man recht drastische bekämpungsmassnahmen starten.

Wir probieren momentan, ob man den Maulwurf nicht überreden könnte, bestimmte Bereiche einfach zu meiden, ihm einfachsorgen: Sorry Mauli, das hier ist mein Revier. Und wie macht man das? Natürlich wird das kein Gespräch am runden Tisch sein, mit diplomatischen vertretern auf beiden seiten. Wir machen das wie im Tierrreich üblich: Wir markieren...

Wir buddeln die kleinen Hügeln an all den Stellen auf, an denen wir sagen wollen: Halt, nicht weiter. Und pinkeln einfach in den Gang. Ist nicht ästhetisch, aber vielleicht hilft es ja. Laut etlichen Internetseiten wirkt nur Männer-Markierstoff. Ich bin ja mal gespannt, ob es was bringt. Für uns ist es jedenfalls immer ein Gaudi, wenn wir einen Gang aufgraben... leider haben wir so viele Gänge, so oft muß Mann gar nicht :-)

Tja, was tut Mann nicht alles, wenn Mann den Maulwurf nicht vergasen, abknallen oder anderweitig meucheln darf.

BTW: Den Rat, die Gänge unter Wasser zu setzen, muß aus mehreren Gründen abgelehnt werden: 1. Wahnsinniger Wasserverbrauch (wer sowas macht, hat einen ökologischen Knall!), 2. Wenn ich ein Maulwurf wäre, würde ich meinen eigentlichen Bau natürlich gegen Hochwasser und ähnliches absichern...
Die technischen Erfindungen (Maulwurfschreck) sind fast immer auch nur Mittel zum Zweck aus geplagten Maulwurfkämpern maximalen Profit herauszuschlagen.

Immer noch am hilfreichsten ist es, den Garten intensiv zu nutzen, Fussballspielen, herumtoben, etc. Das ist gut für die persönliche Gesundheit (viel Bewegung) und baut Stress ab.
Ob Fussballspielen auf dem Gartenbeet aber so förderlich für die Anpflanzung ist, wage ich aber auch zu bezweifeln.

Fazit: Wir führen zwar Krieg, aber den auch nur aus Just for Fun. Wenn unsere relativ harmlosen Versuche nichts bringen, werden wir uns mit unserem Mauli wohl arrangieren. Und da wir eh keine großen Gartenanbauer und erst recht keine Rasenfetischisten sind, wird unser Mauli wohl überleben. Vielleicht ist er ja clever und zieht auf die benachbarte Wiese, wo ich mehr als ein paar Mal im Jahr Rasenmähen eh nichts weiter mache.

Motorsense

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Nein, dieses Wuchern von Grün stört mich doch stärker als gedacht. Also eine Motorsense gekauft. und frisch ans Werk.

Natürlich die Warnhinweise beherzigt: Enge Kleidung, festes Schuhwerk, Schutzbrille und Lärmschutz...
...und alles war notwendig. Der Zweitaktmotor macht doch vergleichsweise viel Lärm.
Nach ca. 1/3 der Fläche war der Tank alle. Und ich sah aus wie das Monster aus dem Sumpf. Über und über besprenkelt. Und da viel Brennesselzeuchs gewuchert hat, hat es überall gebrannt und gejuckt. Schluß fürs Erste!

Eine Woche später ging es weiter. Wieder Krach, wieder ein neues Sumpfmonster geboren und wieder nicht alles geschafft. Immerhin habe ich auch noch die Stellen gesenst, an die man mit dem Rasenmäher nicht herankommt.

Nach drei Wochen war es endlich geschafft (22.5.06), auch die 2500 Quadratmeter Wiese waren halbwegs klein gekriegt!
Hoffentlich muss hier erst in ein bis zwei Monaten noch einmal nachgelegt werden.

Aber ne Motorsense ist schon genial. Wenn ich mir vorstelle, wie das mit einer klassischen Sense gewesen wäre... gruselig...

Leider war auch die normalen Flächen wieder fällig. Also auch den Rasenmäher wieder herausgeholt und los gings. Vorm Haus, kein Problem, hinterm Haus, etwas höher gestellt, auch kein Problem. Danach noch an der Seite, schon ziemlich müde. *KRACH* Scheisse. Die Alte hat einen Turnschuh liegen gelassen und der hat sich nun im Messer verklemmt. Also den Schuh rausgewürgt. Boah... Das Messer hat insgesamt schon ziemlich gelitten...
Mist. Das Teil braucht aber lange zum Anspringen... Doppel Mist, wiesop qualmt der so stark? Ach Du heiliger Schreck... an der Seite tritt Öl aus. Hoffentlich ist durch das abrupte Abwürgen nix kaputt gegangen.
Möglicherweise ist auch Öl im Verbrennungsraum gelangt, da der Mäher ja komplett angekippt war.
Da eh schon die Zeit für einen Ölwechsel heran war, werde ich morgen mal Öl kaufen und hoffen, dass wieder alles ok ist. Die Ölmessung ergab auch einen zu niedrigen Ölstand. Hoffentlich ist der Mäher nicht kaputt!

Der Resttag verging damit, dass die Töpfe mit den gesteckten Zwiebeln etwas hübscher arrangiert wurde, Elisa pflanzte etwas Kohlrabi und Tomaten, natürlich genau da, wo ich selbst schon Sämereien in den Boden gebracht habe. Ist das Mädel denn total Gaga?

Durch den Regen der letzten Tage sind die beiden Installierten Regenauffangtonnen randvoll (2x 1000 Liter), so voll, dass ich sicherheitshalber je 100 Liter wieder abgelassen habe. Am Mo. soll es ja erneut regnen. Die Installation der Regefallrohre war ja auch abenteuerlich. Ich glaub ich muß die noch an der Wand befestigen. Auf jedenfall wird nun das Regenwasser genutzt und landet kaum noch irgendwo im Gras und kann damit auch das Haus nicht "unterspülen".

Es gibt immer was zu tun. Zur Ruhe wird man wohl nie kommen. Aber es ist schön, wenn man nach und nach kleine Siege erringt und das Umfeld sich in seinem Äußeren langsam den eigenen Vorstellungen annähert.

So, nun ist sie fällig: Der Pflanzenwucherung geht es an den Kragen. Benzin rein, Öl rein, anlassen. Und es tuckert los!
Oha! Ist schwerer als gedacht. Also erstmal etwas höher eingestellt, dadurch rollt er besser über Unebenheiten.
Ja, geht ganz gut. Sieht zwar etwas krude aus die gemähte Flächge hinterm Haus, aber ok.
Also geht es an die grosse Fläche vorm Haus. Die war eben, also wieder flacher gestellt. Und los. Ratter...Ratter...Ratter. Boah.... bin ich kaputt!
Nach ca. 3 Stunden waren ca. 2500 Flächenmeter gemäht. DIe zweite große Fläche kann mir wirklich den Buckel runterrutschen! Die darf zuwuchern. Mal schauen, vielleicht kauf ich im Sommer noch eine Motorsense oder so.
Etwas wehmütig dachte ich an die Chance mit dem Rasentraktor zurück. Aber dafür ist leider kein Geld da!
Ein Vorteil hat das Wachstum aber. Ich kann sehen, wenn die Alte mal da war. Neulich waren Radspuren und ein kleiner Pfad auf ihrem Teil des Grundstücks. Aber die Schuppen sind immer noch ungeräumt! Und das verfackte Wohnmobill ist mir wirkllich ein Dorn im Auge.

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