Dezember 2005 Archive

Saubermachen

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Noch im alten Jahr wollten ELisas Eltern unbedingt unsere Neuerwerbung begutachten.

Die Gelegenheit war günstig, da wir sowieso rausfahren wollten, um das gekaufte Lamminat rauszufahren.

In Philippinenhof angekommen, begutachteten sie ersteinmal alle Räume und sparten dabei nicht mit recht anzüglichen Bemerkungen über den Geschmack der Vorbesitzerin. Bordell und Nuttenspelunke waren dabei noch die harmlosesten. Und ich gebe zu, ich habe selbst bisher noch keine verkitschtere Wohnungseinrichtung gesehen. Nur gut, dass man dies alles durch einfache Maler- und Tapezierarbeiten korrigieren kann.

Im Anschluß an die Besichtigung bekam Elisa die Funktionsweise des Dampfreinigers erklärt und dann ging es auch schon los mit dem Desinfizieren der Küche. Die gereinigten Teile sahen danach in der Tat etliche Nuancen heller aus. Ist schon kein unbeträchtlicher Faktor, wenn in einem Gebäude geraucht wurde.

Während Elisa mit Eltern mit Reinemachen beschäftigt war, konzentrierte ich mich auf die vielen kleinen Ecken und Nischen unseres Schlafzimmers und strich diese weiss, was ich letztes Mal in Ermangelung eines größeren Pinsels noch nicht machen konnte. Danach berwaffnete ich mich mit einer Silikonflasche und dichtete einige Fliesen ab und auch einen Spalt zwischen Fenster und Fensterrahmen. Kein WUnder, daß die ALte soviel Öl verbraucht, wenn bei ihr die Wärme durch viele kleine Spalten abhaut. Beim nächstenmal werdensystematisch alle Fenster und Wände auf Dichtigkeit geprüft.

Heizöl-Lieferung

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Heute schneite es wie verrückt. Das Wetteramt gab sogar eine Unwetterwarnung heraus. Und da mußte ich mit Sommerreifen nach Müncheberg. Mist!

Irgendwie schlitterte ich dann ans Ziel. Solange man fuhr, ging es, schlimm war es nur an Ampeln wenn man stand. Hier wieder loszukommen erforderte etwas mehr Geduld und Nerven.

In Müncheberg angekommen verzichtete ich, gebranntes Kind scheut's Feuer, mit dem Auto das Grundstück zu befahren. Immerhin lag der Schnee fast Knietief.

Die Wartezeit auf den Öltanker verkürzte ich mit Malern unseres Schlafzimmers. Dieses Zimmer war von der Vorbesitzerin in einem wirklich ekligen Hellblau getüncht worden. Wir wollten es in Weiß haben. Da die Tapete stark strukturiert war, merkte ich bald, daß ein Farbauftrag nicht ausreichen würde. ALs ich fertig war, erstrahlte das Zimmer nunmehr nur noch mit einem zarten Blaustich. Der zweite Anstrich wird auch diese Nuance noch eliminieren.

Dann kam endlich der Öltanker. 1510 Liter. Ich bin ja gespannt, wie lange die reichen.

Hausinspektion

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Am Vormittag ging es los: Baumarkt, Preise erkunden.
Lamminat ist gerade günstig, 3,99 der Quadratmeter. Vliestapete gibt es auch hübsche, ca. 10,- je Rolle.

Dann ging es, mit Muttern und Partner im Schlepptau auf zum Haus.

Dort angekommen, ging es an eine Besichtigung, gefolgt von Erklärungen war wir alles demnächst zu tun gedenken.

Oje, oje, oje, die Liste wird immer länger.

Allerdings haben wir auch neue Ideen erhalten. Vorerst wollen wir den großen Raum unten nicht herrichten. Stattdessen den großen Raum oben, der ist immerhin auch 30 Quadratmeter groß.

Das bedeutet nunmehr, dass wir als erstes unser Schlafzimmer malern werden, danach Lamminat verlegen und anschliessend uns unser neues Wohnzimmer vornehmen werden, auch hier ist zu malern und laminat zu verlegen.

Und damit es oben einheitlich ist, werden wir dann auch noch den Rest mit Laminat auslegen. Erst dann kommt die Küche dran. Hier werden wir uns auf Malern beschränken. Die häßlichen Fliesen im Herdbereich können wir eventuell mit Fliesenfarbe übermalern, mal schauen.

Am Abend haben wir dann noch Öl bestellt, 55,- für 100 Liter. Zack. 800,- weg.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass wir unser Auto im Schlamm versackt haben? nur mittels Wagenheber und auf beiden Seiten Brett unterlegen und mit der Tatkräftigen Hilfe von Nachbarn haben wir unser Schiff wieder flottgekriegt.

Das fängt ja gut an! Aber die Nachbarn sind wirklich lieb!

Bestandsaufnahme

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Es war gestern recht spät geworden, entsprechend dauerte es lange, ehe wir uns heute auf den Weg machen um unser Reich zu erforschen!

Während ich sämtliche Maße nahm und akribisch notierte, nahm auch ELisa Maß, was genau, weiß ich zwar nicht, aber sie füllte mehrere Seiten Papier mit ihren Notizen. Oje, oje, das wird bestimmt teuer! ich kenne sie doch!

Irgendwann waren wir dann fertig und gingen gemeinsam Raum für Raum durch und besprachen, was unbedingt zu erledigen sei.

DIe Liste wurde immer länger und länger. Am Ende einigten wir uns auf drei Schwerpunkte: Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer, die vermutlich meistgenutzten Räume.

So, es reicht. Ab zurück nach Berlin.

Oje, das wird ein Tag, kein Bock aufzustehen, dann die Info, daß eine vollständige Autowäsche mit allem drum und dran knapp 200,- kostet.

Da vergeht einem die Lust, zum geplanten Notartermin zu fahren. Vorher besser anrufen, ob die Bank die Überweisungsbestätigung gefaxt hat. Ja, hat sie, es wird gleich alles ein wenig heller. Also rein ins Auto und los geht's zum Notar (einmal quer durch Berlin).

Dort warten schon die Verkäuferin und ihr Sohn.

Kurz darauf kommt der Notar mit einer Lösung unseres Problems: Es weird 'ne kleine Zusatzvereinbarung geschlossen, wonach 1000,- bereits jetzt ausgezahlt werden und vom Notaranderkonto dann entsprechend ein paar Euro weniger kommen werden.

Da es jetzt in die heiße Phase geht, renn ich ersteinmal los zur nächsten Sparkasse. In der Zwischenzeit kann der Notar der Alten zum tausendsten Male erklären, warum sie noch etwas warten muß, ehe man ihr das Geld auszahlen wird.

Als ich zurückkomme und der Alten das geld vor die Nase halte, geht alles recht schnell. EIn paar Unterschriften und wir vereinbaren nach Müncheberg zu fahren. Ich blicke auf die Uhr, es ist 13:45. ca. 15 Uhr bin ich da, erkläre ich kurz.

Also ich 15.15 ankomme ist natürlich niemand da.Wenn die Alte mich verladen hat, dann werd ich Amok laufen!
Zum Glück kommt sie wenige Minuten nach mir an.

Dann geht es konzentriert zur Sache, wir gehen alle Räume durch, haken ab, vermerken Mängel. Irgendwann bringe ich das gespräch auf die Schlüsselfrage.

Ja, den können Sie haben, ich werde ihn beim Makler hinterlegen.

Hab ich gerade richtig gehört? Will die Alte den Schlüssel nicht rausrücken?

Ich muss ihn noch duplizieren, da einer kaputt sei.

Aha. Willst Du mich verarschen? Schlüssel her, sofort und pronto!

Ich weiß gar nicht wie, aber irgendwann hat sie ihn mir doch tatsächlich gegeben. Flugs ließ ich ihn in meinem Mantel verschwinden! ALte, den rück ich JETZT nicht mehr raus und wenn du nen Handstand mit Überschlag machst!

Das nächste (kleinere) Problem ist, ihr begreiflich zu machen, daß ich die Zählerstände aufnehmen möchte. Sie glotzt mich an, als würde ich gerade eine Metamorphose zu einem Alien machen! Zählerstände, von Strom und Wasser, kapische?

Ja, sie führt mich ins andere Haus, da sei der Zählerstand und die Wasseruhr. Mist, beide Häuser leben vom gleichen Anschluß. Ich nehme die Stände auf und irgendwie erklärt sie mir nun, dass es in meinem Haus auch noch einen Zählerstand gäbe. Wenn ich es richtig kapiert habe, zählt der Zähler in ihrem haus den gesamten Strom und der Zähler in meinem Haus nur meinen. hoffentlich stimmt das. Die Trennung der Wasseruhren hab ich mir dick im Notizbuch vermerkt.

Irgendwann waren wir fertig. Irgendwann konnte ich endlich mich auf den Heimweg machen.

Sorgfältig schloß ich MEIN Haus zu und es ging zurück nach Berlin.

Langsam wird es aber wirklich zu bunt.
Jetzt hat die Alte 'nen Anwalt eingeschaltet. Der hat an den Notar geschrieben, dass doch der Geldbetrag beschleunigt auszuzahlen sei.

Ein Blick in den Kaufvertrag zeigt, dass es noch weitere Bedingungen gibt, an die eine Auszahlung geknüpft ist. Natürlich muß das Geld da sein. Ich gebe zu, hier gab es Verzögerungen, leider.
Eine weitere Bedingung ist, daß das Grundstück lastenfrei ist. Die Löschung des Niessbrauchs ist zwar veranlasst, aber eben noch nicht gelöscht. Das hat automatisch zur Folge, dass es keinerlei Auszahlung geben kann. Selbst wenn das Geld vollständig eingegangen wäre. Strenggenommen ist damit die Bank noch nicht einmal verpflichtet überhaupt schon Geld zu überweisen, denn an den Kredit ist die klare Bedingung gekoppelt, daß eine Grundschuld eingetragen ist, was bei einem belasteten Grundstück nicht möglich ist.

Außerdem muß die Vormerkung eingetragen sein. Auch diese ist beantragt aber noch nicht realisiert, auch unabhängig vom pünktlich eingegangenen Geld.

Oje, oje, ich sehe dem morgigen Treffen mit Skepsis entgegen, das wird eine ordentliche Streiterei geben. Auf jedenfall werde ich der Dame keinen Cent auszahlen! Denn das wäre eine kostenpflichtige Vertragsänderung. Die Folgen dieser Vertragsänderung sind zumindest von mir nicht absehbar, also lass ich es besser!

Auf jedenfall war es gut, daß wir am Mo. bei ihr vor Ort waren und Elisa durchs Haus aufs Klo ging, somit kann sie bezeugen, dass am 19.12. das Grundstück nicht übergabereif war!

Am Mo., 19.12.05, sollte der DSL Bank (ein Bereich der Postbank), sämtliche letzten Unterlagen vorgelegen haben (immerhin mittels Expressbrief, sowas kostet 20,-). Am Di hatte ich keine Zeit anzurufen und nachzufragen (hätte ich das doch nur einmal gemacht!), dafür hab ich den Anruf dann heute erledigt.

Und was kam dabei raus?

Zuerst ein Schock: Ja, die Telegraphische Überweisung wird wie gefordert zum 27.12. ausgeführt!

Zum 27.12.??? Iss'n nu' kaputt? Ich glaub ich stand kurz vor einem Herzkasper...
Auf meine Nachfrage, ob es wirklich um Vorgang xyz ging, meinte er, ach nee, er hat sich vertan. Ist Folter nach UN-Konvention verboten? Dieses Gespräch jedenfalls war bis dahin reine Folter.

Nach einem Moment des Suchens dann die Information, ja mein Schreiben sei gestern angekommen (Gestern war Di! Postexpress mit der Angabe Mo. vor 10 Uhr lag definitiv schon 24 Stunden vorher bei denen! Behörden! Verdammt sollen sie sein!

Möglicherweise schwante dem Bearbeiter, daß sein Gegenüber (also ich) kurz davor stand, einen grausamen Mord zu planen. Er bequemte sich dann dazu, zu versichern, mir mitzuteilen, dass die ANweisung heute noch das Haus verläßt und dann schon heute, spätestens morgen sichtbar sein müßte... müßte...

Auf jedenfall werde ich morgen Vormittag beim Notar anrufen, ob der Betrag gut geschrieben wurde. Andernfalls kann das Treffen morgen genauso gut abgeblasen werden.

Wieso musste die Alte das eigentlich so eilig haben? Verdammt, verdammt, verdammt!

Am Nachmittag bekam ich einen Anruf vom Makler, er fragte, ob es mir nicht möglich sei "der armen Verkäuferin" einen Vorschuss von einigen Tausend (wieviel genau, hab ich in Anbetracht der Unverfrohrenheit der Frage bereits wieder vergessen) Euro geben könnte, die natürlich vom Kaufpreis abgezogen werden würden.
Ich habe ersteinmal rundweg abgelehnt, immerhin haben die Verkäuferin und ich die Übergabe für den Freitag vorgesehen.

Tja, leider fing dann der Makler davon an, daß das Geld ja nicht pünkltlich auf dem Notaranderkonto eingezahlt war, Ihr also Schadenersatz zustehen würde (5% überm Basiszinssatz).

Ich hab also zähneknirschend 1000,- angeboten. Darüber wird am Donnerstag ein Vertrag abgeschlossen. Also nochmal zum Notar fahren. Ich bin mal gespannt, wer die Gebühren dafür übernehmen wird. Ich hab mir eigentlich geschworen, dass ich es nicht sein werde.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, dass nur zu tun, wenn ich einen Schlüssel bei Übergabe des Geldes erhalte, daß vertraglich festgehalten werden muss, daß diese 1000 Euro vom Notaranderkonto auf mein Konto zu überweisen sind, versteht sich dabei am Rande.

Hoffentlich hat die DSL Bank bis Donnerstag den Restbetrag überwiesen. Da ich angewiesen habe, dass der Betrag telegraphisch zu überweisen ist, diese Anweisung am Montag bis 10 Uhr bei der Bank vorgelegen haben muß, sollte es eigentlich angekommen sein. Ich werde morgen einmal bei der Bank anrufen.

Na, hat die Alte also doch ihren WIllen gekriegt und einen Vorschuss erhalten. Wenn ich dafür den Schlüssel zu unserem Haus kriege, soll es mir recht sein.

Da die Übergabe am 12.12. nicht klappte, habe ich den Urlaub auf den 19.12. verschoben, noch in der Hoffnung, daß eine Übergabe klappen könnte. Durch die bereits geschilderten Verzögerungen, war aber auch der heutige Tag nicht haltbar. Da Elisa sich einmal etwas mehr Zeit mit Müncheberg nehmen wollte, haben wir der Stadt trotzdem einen Besuch abgestattet.

Rathaus, restaurierte Kirche (oje, oje, ein tolles Beispiel, wie man meiner Meinung nach alte Gebäude (immerhin 13. Jahrhundert) nicht restaurieren sollte.

Und wenn wir schon mal in der Gegend sind, können wir auch *unserem* Grundstück einen Besuch abstatten. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja Bewegung?

In Philippinenhof angekommen, kam uns die Ex-Besitzerin entgegen. Nach einigen freundlichen Worten (naja, die ältere Dame quasselte wie ein Wasserfall), einigten wir uns auf Freitag (23.12.) auf 13 Uhr auf die Übergabe.

Hoffentlich klappt es!

Elisa, die mal für kleine Mädchen mußte, erzählte, daß alle Möbel bereits aus dem hause entfernt waren und man erst jetzt einen Eindruck bekam, wie groß das Haus wirklich ist. WIe sagte sie doch gleich: Richtig gespenstig...

Leeres Wohnzimmer unten

Das kann ja was werden, wenn des Nachts der Wind ums Haus pfeift, das Gebälk knarrt und die Bäume draußen rauschen...

Heute lag endlich der KfW-Antrag in der Post. Schnell unterschrieben und zurück an die DSL-Bank, per Expressbrief (20,-).
Damit sollte am 19.12. der Brief in Hamburg ankommen. Wenn die Überweisung per Telegraph vorgenommen wird, könnte das Geld am 21.12. auf dem Notarkonto liegen und eine Übergabe am 22. oder 23. vorgenommen werden.

Stellt sich die Verkäuferin immer noch quer, werden wir wohl andere Saiten aufziehen müssen. Ich hoffe aber, daß es nicht zu einer Eskalation kommen wird!

Am 12.12. kam die Nachricht, daß die DSL Bank ihren ANteil überwiesen hatte. Damit waren immerhin 87.000 Euro auf dem Notaranderkonto angekommen.

Leider fehlte noch der KfW Anteil. Und noch immer keine Kreditbestötigung durch die KfW!

Zum Haare ausraufen. Auch der Ausweichtermin 19.12. war damit kaum noch zu halten!

Allerdings wollten Elisa und ich trotzdem am 19.12. nach Müncheberg, um einige Behördengänge zu erledigen.

Der Vertrag mit der DSL-Bank stand also.
Damit konnten wir auf unser Rücktrittsrecht verzichten und der Notar begann mit der Umschreibung.
Allerdings war die Zeit ziemlich knapp. Das Geld würde nie rechtzeitig auf dem Notaranderkonto eintreffen!

Trotzdem versuchten wir, ob die Verkäuferin uns das Haus fristgemäß übergeben würde.

Heute rief ich an und versuchte die Übergabe zu klären.

DIe Verkäuferin lehnte rundweg ab, erst wenn sie ihr Geld bekommen würde, würde sie uns das Haus übergeben. Tja, das war zu erwarten, die Verkäuferin lag dem Trugschluß auf, daß sie hopplahop das Geld erhalten würde. Leider war sie für die Argumentatiuon nicht mehr zugänglich, daß das Geld erst ausgezahlt werden würde, wenn ich der Auszahlung zustimmen würde.

Damit war der Termin 12.12. nicht zu halten.

Pech gehabt.

Juni 2011

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